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Indycar Series


Die Xbox-Version haben wir uns zwar schon angesehen, doch wollen wir auch vor der PC-Fassung von Indycar Series nicht zurückschrecken. Unser Uwe "Doppelkinn" Billen hat für euch ein paar Runden gedreht...

Michael Schumacher, Ralf Schumacher, Juan Pablo Montoya, Kimi Räikkönen, Jacques Villeneuve, Al Unser Jr., Michael Andretti, Sam Hormisch Jr. - alle haben etwas gemeinsam. Sie lieben die hohen Geschwindigkeiten Ihres Rennsports, ihrer Rennserien. Die Formel 1 wird dabei stets als Königsklasse bezeichnet, in der jeder Fahrer Weltmeister werden möchte. Michael Schumacher schaffte das bereits zum sechsten Mal! Einer der Höhepunkte in der Indycar Series sind jedes Jahr die 500 Meilen von Indianapolis, deren Sieg nicht wie üblich mit Champagner auf dem Podest, sondern mit Milch auf dem Auto gefeiert wird. Jacques Villeneuve und Juan Pablo Montoya haben vor ihrem Wechsel in die Formel 1 den Triumph von Indianapolis bereits genießen können, Villeneuve schaffte es als einziger von Beiden anschließend in der Formel 1 Weltmeister zu werden (1997).

Auch Ihr könnt Euer Können zeigen - mit Codemasters Indycar Series für den PC. Ob es das Game in die Königsklasse der Rennsimulationen schafft oder doch nur eine Schnecke auf dem Oval ist?

Gang rein und Gas geben!
Fühlt Ihr Euch fit genug für eine Runde auf dem Oval? Dann nichts wie ab ins Cockpit zur Trainingsrunde. Wer es stattdessen langsamer angehen möchte, startet das Fahrertraining "Masterclass". Hier lernt Ihr unter anderem effiziente Boxenstops, die Regeln der Indycar Series, wie Ihr das Beste aus dem Auto herausholen könnt und dabei ein perfektes Setup des Wagens aufbaut. Damit Ihr wie die Profis fahren könnt, lernt Ihr das alles von einem Meister seines Fachs - Eddie Cheever Jr. Er zeigt Euch, was Ihr machen und beachten müsst und dürft anschließend die Theorie in Praxis umsetzen.

Zieht es Euch doch lieber sofort ins Rennen, dürft Ihr Euch zwischen "Quick Race", Meisterschaft und Indianapolis 500 entscheiden. Letzteres ist zusammen mit dem F1 Grand Prix von Monaco das wohl berühmteste Rennen der Welt - wer hier siegt, geht in die Renn-Annalen ein. Bei der Meisterschaft dagegen fahrt Ihr alle Rennen in der Reihenfolge des Rennkalenders (in Indycar Series gibt es übrigens nur Oval-Kurse). Training und Qualifikation gehören natürlich ebenso dazu, wie auch der fliegende Start. Profis reizen die Technik während des Trainings und der Quali bis zum Letzten aus und schrauben an den Einstellungen des Boliden herum. Reifendruck, Federn, Flügel, Übersetzung der Gänge – alles wirkt sich in gewissem Maße auf das Fahrverhalten und die Renngeschwindigkeit Eures Fahrzeugs aus.

Wer seine Rennen absolviert, bekommt als kleine Belohnung zusätzlich die nette amerikanische Tradition der Trading Cards freigeschaltet, die Ihr Euch anschließend im „Trading Card Album“ anschauen könnt.

Sound hui, Grafik pfui?
Grafisch ist man von Codemasters einiges besseres gewöhnt – DTM Race Driver und Colin McRae hatten hier einiges mehr zu bieten. Indycar Series wurde stattdessen von „Brain in the Jar“ entwickelt und sieht dagegen etwas detailarm aus. Die Rennboliden sind zwar recht detailliert und hübsch, die Menüs fein animiert und mit Rennszenen aus der Grafikengine unterlegt, aber das Rundherum der Kurse dagegen wirkt einfach kahl und altbacken. Während der Boxenstop durchgeführt wird, sind die Mechaniker bei der Arbeit zu beobachten. Einen Preis für besondere Hässlichkeit bekommen die herumfliegenden Polygone, wenn das Auto mal in die Wand kracht. Herumfliegende Autoteile, bei denen man erkennen kann, wo sie am Auto ihren Platz hatten, sind nicht zu sehen. Dass es auf alle Fälle besser geht, zeigte schon das wesentlich ältere Grand Prix 3 von Geoff Crammond, als auch oben genannte Beispiele aus dem Hause Codemasters.

Der Sound geht in Ordnung, die Wagen klingen - wie nicht anders erwartet - ähnlich der realen Vorbilder aus der Indycar Series. Wie bei Rennspielen üblich, ist deutlich zu hören, wenn hinter Euch ein Gegner auftaucht. Besonders rockig ist der Soundtrack des Games, der aus sechs Songs während des Spiels sowie einem Titellied besteht. Hören die realen Rennfahrer innerhalb des eigentlichen Rennens lediglich Auto und Boxenfunk, werden Eure Ohren auch im Rennen selber vom Soundtrack verwöhnt. Apropos Boxenfunk: Auch der darf natürlich nicht fehlen. Während des Rennens werdet Ihr von Eurem Team auf dem Laufenden gehalten – wo seid ihr und wie weit ist es bis zur Spitze?

Die Steuerung ist ebenfalls okay, stellt aber keine allzu großen Herausforderungen an Profis. Das ist auch das eigentliche Problem des Spiels, da sowohl Einsteiger als auch erfahrene Rennfahrer angesprochen werden sollen. Simulationsfreaks, die am liebsten stundenlang herumschrauben und testen möchten, werden dank des gutmütigen Fahrverhaltens der Wagens (Rempler und Touschieren der Bande werden freundlich verziehen) nicht zufrieden sein, während für Autobahnraser oder Speedsüchtige das ganze drumherum von Indycar Series (Tests, Einstellungen, Qualifikationen, etc.) nervt.

Fazit: Wird Dir im Kreisverkehr schlecht?
Indycar Series ist kein schlechtes Spiel, aber auch kein richtiger Reißer. Das liegt zum einen an der altbackenen Grafik zum anderen aber auch am eigenen Anspruch. Das Spiel befindet sich irgendwo zwischen anspruchsvoller Simulation und nettem Action-Raser, kann sich aber nicht für eins von Beiden entscheiden. Das erinnert mich ein wenig an einen ehemaligen Schulkollegen, der morgens vor der Schule nicht wusste, ob er rechts oder links an der Verkehrsinsel vorbeifahren sollte – er fuhr drüber! Wem also kann man Indycar Series empfehlen? Jedem, der keine hohen Ansprüche an die Simulation stellt, gleichzeitig gerne mal abseits von Landstraßen und Autobahnen ein paar Runden drehen möchte und dem es im Kreisverkehr nicht schlecht wird.


Uwe Billen - 12.11.2003



Gesamtübersicht: Indycar Series

Unsere Bewertung:

Langzeitmotivation:
77%
Sound:
83%
Grafik:
71%
Singleplayer:
75%
Informationen zum Spiel:

Hersteller:

Publisher:

Minimum: P IV 1,2 Ghz, 256 MB RAM, Windows 98/Me/2000/XP
System:

Deutsch
Sprache:

Rennsport
Genre: