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Der Hobbit


Er ist weltberühmt. Er ist klein. Er ist ein Held wider Willen. Sein Name: Beutlin, Bilbo Beutlin. Alles klar? Wenn nicht, einfach weiterlesen.

Vor allem für das jugendliche Publikum, das immer noch nicht genug von „Der Herr der Ringe“ bekommen kann, wurde das Spiel „Der Hobbit“ konzipiert. Ihr schlüpft in der Vorgeschichte zu Der Herr der Ringe, in die Rolle von Bilbo Beutlin und erlebt allerlei Abenteuer. Wie sich der gute Bilbo dabei schlägt erfahrt ihr in diesem Test.

Der Stubenhocker
Eigentlich ist der Hobbit Bilbo Beutlin gar nicht versessen darauf sein Haus im Auenland zu verlassen. Dann schneit Gandalf mit 13 Zwergen bei Bilbo herein. Er bittet Bilbo den Zwergen zu helfen einen Berg von einem Drachen zu befreien. Dazu benötigen die Zwerge die Diebeskünste vom kleinen Hobbit. Bilbo ist zuerst von dieser Idee nicht sehr angetan, doch als er in einem Traum gegen eine Horde von Orks kämpfen muss, packt ihn die Abenteuerlust und er willigt ein.
Die Geschichte wird durch einen Erzähler, der in einem Buch blättert erzählt. Auch während des Spiels wird die Geschichte rund um die Zwerge in Zwischensequenzen vorangetrieben. Wirklich mitreißend ist die Geschichte nicht und sie enthält auch keine interessanten Wendepunkte. Trotzdem hält sie einen einigermaßen bei der Stange.

Ins kalte Wasser
In der Hobbit springt, klettert und kämpft ihr euch durch Mittelerde. Dessen werdet ihr euch auch sofort bewusst, wenn ihr im o.g. Traum urplötzlich gegen eine Horde von Orks kämpfen müsst. Ohne jegliches Tutorial müsst ihr euch dann bis zum Ausgang vorkämpfen um aufzuwachen. Dann kehrt ihr auch schon ins Reallife zurück und müsst rechtzeitig mit den Zwergen aufbrechen. Erst dann werden euch die Eigenarten der Steuerung erklärt. Ihr müsst dann ein Fass eurer Nachbarin zurechtrücken und lernt so wie man Gegenstände verschiebt. Dabei schaut ihr Bilbo in der Third-Person-Perspective über die Schulter.
Mit eurem Stock, den ihr am Anfang habt könnt ihr auf Gegner eindreschen oder aber ihn auch zur Hilfe beim Springen nehmen, um weitere Strecken zu überbrücken. Allerdings wird euch das auch erst erklärt nachdem ihr es eigentlich schon gebraucht hättet. Ein Blick ins Handbuch klärt allerdings alles. Auf eurem Weg sammelt ihr verschiedenfarbene Edelsteine – Mutpunkte. Wenn ihr eine bestimmte Anzahl dieser Mutpunkte zusammenhabt bekommt ihr ein „Bläschen“ zu eurer Gesundheit dazu. Was sich so simpel anhört ist ungeheurer motivierend. Wenn ihr irgendwo einen Edelstein seht, der eure Mutanzeige besonders füllt versucht ihr alles um an ihn heranzukommen. Dazu müsst ihr euch manchmal von Liane zu Liane hangeln, Steinblöcke verschieben oder euch an schmalen Felsvorsprüngen festhalten. Bilbo kommt so an das Bewegungsrepertoire einer Lara Croft heran und um die Levelziele zu erreichen ist der Einsatz dieser speziellen Bewegungen auch unerlässlich. Ein weiterer Grund alle Ecken eines Levels zu erkunden, sind die Silbermünzen, die in Truhen oder in dunklen Ecken versteckt sind. Mit diesen könnt ihr dann nach Beendigung des Abschnitts nach aller Herzenslust shoppen gehen und euch mit Tränken oder größeren Beuteln eindecken, sodass ihr mehr Steine tragen könnt. Diese Steine sind auch eine der drei Hauptwaffen im Spiel und ihr werft sie natürlich zuerst mal den Gegnern um die Ohren. Allerdings könnt ihr sie auch dazu benutzen manche Schalter zu betätigen, woraufhin sich ein Geheimraum öffnet.

Stolpersteine
Was sich euch nur auf eurem sehr linearen Weg ans Levelziel im Weg steht sind allerlei Gegner.
Die Gegner reichen dabei von mit Gift spuckenden Pflanzen bis zu Riesenspinnen. Diese weichen recht geschickt aus und rotten sich zusammen. Einige von den Gegnern vergiften euch auch, was ihr aber mit einem entsprechenden Trank kurieren könnt. Pilze, die in der Gegend herumstehen helfen euch auch eure Lebenspunktanzeige wieder aufzufüllen und dies ist auch öfter als man denkt nötig, denn die Kämpfe sind gemessen am Publikum was angesprochen wird, recht schwer geraten. Dafür gibt es praktisch keine Rätsel. Das einzige was ihr manchmal machen müsst ist Schlüssel aufzusammeln und einzusetzen. Dann und wann müsst ihr auch Steine verschieben um auf höher gelegene Ebenen zu kommen. Bei verschlossenen Truhen, die Heiltränke oder Geld enthalten, warten verschiedene kleine Geschicklichkeitsspiele darauf gelöst zu werden. Um die Truhe zu öffnen drückt ihr dann zur rechten Zeit die Maustaste, denn wenn ihr den richtigen Zeitpunkt verpasst werdet ihr vergiftet oder verliert Lebenspunkte. Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt allerdings in den Kämpfen und in den Sprungpassagen. So müsst ihr mit beweglichen Plattformen klarkommen und fiesen Giftfallen ausweichen. Einige Male werdet ihr auch auf andere Weise gefordert, indem ihr z.B. in einer Lore fahrt müsst oder einen Dieb verfolgen müsst. Manchmal wird auch der Einsatz des Rings nötig, mit dem Bilbo unsichtbar wird. So kann er sich unbemerkt an Gegnern vorbei schleichen. An Abwechslung mangelt es so nicht. Vor allem wenn euch einer der Bossgegner wie eine Spinnenfamilie gegenübertritt müsst ihr eure Waffen, also die Steine, das Schwert und den Stock geschickt einsetzen. Eure Kampftechniken könnt ihr mit Schriftrollen verfeinern, die in den Levels versteckt sind. So lernt ihr z.B. einen effektiven Sprungschlag einzusetzen.

Wohin des Weges kleiner Hobbit?
Wieso macht ihr euch die ganze Arbeit überhaupt? Nun, in den meisten Levels gibt es eine ganze Reihen von Haupt- und Nebenquests, wobei letztere nur dazu dienen euren Mutpunkte- oder Silbermünzenvorrat zu füllen. So müsst ihr andauernd den Zwergen aus der Klemme helfen oder Gegenstände suchen, wie z.B. Feuerholz beschaffen. Bei fast allen Zielen müsst ihr so Gegenstände finden und diese zu den richtigen Personen bringen. Dies wurde allerdings ansprechend umgesetzt, wie ein Quest zeigt, bei dem ihr drei Zutaten braucht um einen Elben zu betäuben. Die Umgebungen, in der ihr diese Ziele verfolgt sind hingegen sehr unterschiedlich. Einmal seid ihr in einem Dschungel unterwegs, ein anderes Mal in einer Stadt oder in einer Spinnenhöhle. Die Grafik ist dabei wechsend, dabei von extrem bunt bis zu einer fasst gruselig dunklen Umgebung. Die Grafik ist allerdings nicht so scharf und detailliert, wie in anderen Vertretern des Genres. Die Musik passt sich dynamisch dem Spielgeschehen an und fällt positiv ins Gewicht. Von einem Mangel bleibt auch der Hobbit nicht verschont und das ist die Kamera, die man zwar nachjustieren kann, was aber nur selten hilft. Bei manchen Sprungpassagen wird es so schwer Abstände einzuschätzen. Was einige außerdem stören wird ist das Speichersystem, das es nur erlaubt an Speicherstellen zu speichern – Ein Glück, dass diese relativ nah beieinander sind.

Fazit
Der Hobbit ist ein nett gemachtes Action-Adventure ohne Tiefgang, dafür aber mit unterhaltsamen Kämpfen und Jump`n Run Elementen. Das Mutpunktesystem und das Suchen von Silbermünzen halten dauerhaft bei der Stange und sorgen dafür, dass man auch den letzen Winkel des Levels erkundet. Das Spielgeschehen wird manchmal durch besondere Missionsziele aufgelockert. Leider fehlt es dem Titel an einer mitreißenden Story und Atmosphäre. Der Hobbit ist ein solides Spiel ohne Innovationen, das aufgrund seines nicht niedrigen Schwierigkeitsgerades für jung gebliebene Spieler geeignet ist.


Andreas Kunert - 24.02.2004



Gesamtübersicht: Der Hobbit

Unsere Bewertung:

Langzeitmotivation:
70%
Sound:
76%
Grafik:
68%
Singleplayer:
70%
Informationen zum Spiel:

Hersteller:

Publisher:

Windows(r) 98/ME/2000/XP, Pentium(r) III 450 MHz, * 100% DirectX(r)-8.1- 3D-Grafikkarte 32 MB VRAM,
System:

1,65 GB
CD/HD:

ca. 40 Euro
Preis:

Deutsch
Sprache:

Actionadventure
Genre: