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Radsport Manager 2004/2005


Pünktlich zur Tour de France erschien der Radsport Manager 2004/2005. Pünktlich zur Vuelta berichten wir drüber. Nungut, der doppelte Gebrauch von 'pünktlich' mag übertrieben sein. Wie auch immer: Von Andreas erfahrt ihr nun endlich alles über Pedalritter in bunten Trikots und ihre Manager.

Viele Radsportfans waren sicher enttäuscht, dass Jan Ullrich dieses Jahr für Lance Armstrong keine ernsthafte Bedrohung darstellte. Jetzt bekommt ihr die Chance die Tour de France und andere große Rundfahrten mit Jan Ullrich (ausnahmsweise mal kein Schreibfehler) zu gewinnen. Ob das Spiel genauso viel Spaß macht wie das Zuschauen der großen Touren am heimischen TV, versucht dieser Test zu klären.

Kein echtes Tourfeeling
Um einen Einstieg in den kargen Managementalltag zu schaffen, werdet ihr erst mal von keinerlei Intro beglückt, sondern landet sofort im Hauptmenü, wo ihr den Einzelspielermodus als Herzstück des Spiel, als auch den Multiplayermodus, die Optionen und die Credits auswählen könnt. Im Einzelspielermenü findet ihr dann auch den Karrieremodus, bei dem ihr ein Team zur Weltspitze führen oder eben in den Bankrott treiben könnt. Eine andere Möglichkeit ist es, eine Etappe oder einen Klassiker zu wählen. Zu Beginn des Karrieremodus entscheidet ihr euch entweder für einen der internationalen Spitzenclubs oder für ein kleines Team, was dementsprechend über weniger Budget verfügt. Einmal ausgewählt, kommt ihr in das eigentliche Managermenü, in dem ihr die aktuellen News seht, in denen beispielsweise die Sponsorenverträge oder die verletzten Radfahrer gelistet sind. Unter Personal habt ihr die Möglichkeit, Teamärzte oder Talentsucher zu engagieren, die ihr in alle möglichen Teile Frankreichs schicken könnt. Wenn ihr gute Kletterer suchen lassen wollt, schickt ihr die Talentsucher z.B. vorwiegend in den Süden. Andere Menüs geben euch Auskunft über eure Finanzen, eure Sponsoren, die ihr persönlich anschreiben müsst, oder über die Termine der einzelnen Rennen.
Interessanter ist da schon euer Kader, in dem ihr eure Fahrer und ihre entsprechenden Fertigkeiten sehen könnt. Die Fähigkeiten reichen von Klettern über Ausdauer bis Sprints. Einen großen Einfluss auf das spätere Rennergebnis hat die Fitness, die ihr durch entsprechendes Training steigern könnt. Es liegt also bei euch festzulegen, ob der Fahrer lieber an seinen Fertigkeiten oder an seiner Ausdauer feilt, da auch ein guter Fahrer ohne ausreichende Ausdauer keine Bäume ausreicht. Für jeden Fahrer lassen sich außerdem zwei Formhöhepunkte festlegen, die sich auf die Kondition auswirken und die man auf die für den Fahrer geeigneten Rundfahrten legen sollte. Dabei darf man jedoch seine Superstars nicht in jedes Rennen schicken, weil diese eine gewisse Anzahl an Rennpunkten haben. Das bedeutet, dass sie an jedem Renntag Punkte verlieren und wenn einmal keine mehr vorhanden sind, die Fahrer auch nicht mehr an Rennen teilnehmen können, es sei denn sie werden in den „Urlaub“ geschickt. Vor großen Rundfahrten solltet ihr auch, wenn euer Budget ausreicht, ein Trainingslager in Erwägung ziehen, das beispielsweise die Fahrer auf die Berge vorbereitet.
Ein weiterer Teil eurer Aufgaben als Manager ist der Erwerb von Material für eure Fahrer. Es stehen dabei verschieden Räder, Rahmen und Helme zur Verfügung, wobei ihr erst die Einsteigermodelle der Hersteller erwerben müsst, bevor ihr an die Topmodelle kommt. Eigentlicher hat aber jeder Hersteller Equipment im Angebot, das für alle Bereiche recht brauchbar ist, sodass ihr euch erstmal auf einen beschränken müsst. Wenn ihr euch dann für die gewünschte Rundfahrt eingeschrieben habt, kann es auch schon mit dem „echten“ Rennen losgehen.

Ihr übernehmt den Lenker
Im Gegensatz zu einigen anderen Managertiteln könnt ihr beim Radsport Manager 2004-2005 aktiv in das Geschehen angreifen und im Grunde genommen ist das auch der überwiegenden Teil, da der Managerteil etwas abgespeckt im Vergleich zu anderen Titeln ist. So hört ihr dann vor jeder Etappe den mehr oder minder qualifizierten Kommentar des Sprechers, der bei bekannten Etappen zwar einige Details nennt, jedoch bei anderen Rennen nur seine Standardsätze zum Besten gibt. Außerdem hätte man sich während des Rennens einige Kommentare zu den Örtlichkeiten oder den Fahrern gewünscht, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Ein Textfenster hätte da auch genügt, aber ohne irgendetwas in der Art stellt man schnell die Spielgeschwindigkeit, von der es zum Glück vier Stufen gibt, hoch. An Statistiken und Daten wird man jedoch nichts vermissen, da man das gesamte Etappenprofil und die Entfernungen zur nächsten Sprint- oder Bergwertung einblenden kann.
Während des Rennens habt ihr dann eine Fülle an Möglichkeiten auf das Spielgeschehen einzuwirken. Für jeden Fahrer existiert auf der rechten Seite ein kleines Fenster, das den Einsatz des Fahrers, das Verhalten oder die restliche Sprintkraft zeigt. Unten rechts habt ihr dann das Aktionsfeld, mit dem ihr den allgemeinen Einsatz des Fahrers festlegt. Wenn es darum geht, einfach nur im hinteren Teil des Felds mitzufahren wird er entsprechend niedriger eingestellt, als wenn man einen Ausreißversuch unternimmt. Des Weiteren gibt es Buttons, mit denen ihr einen Angriff starten könnt, um sich aus dem Feld zu lösen oder einen Angriff eines anderen Fahrers zu beantworten. Einige Kilometer vor der Zielankunft, Sprint- oder Bergwertung könnt ihr euren Fahrern den Befehl zum Sprint geben. Ein anderer Button ermöglicht es, das Verhalten des Fahrers zu ändern, also zu bestimmen, ob er beispielsweise Führungsarbeit leistet oder zur Spitze der Gruppe vorfahren soll. In den großen Rundfahrten werdet ihr dann auch auf Einzel- oder Mannschaftszeitfahren treffen, bei denen ihr bestimmen könnt, welches Blatt gefahren wird oder wie hoch die Trittgeschwindigkeit sein soll. Bei allem gilt es immer die Ausdauerleiste des Fahrers und die vorhanden „Erfrischungen“ acht zu geben, denn wenn diese einmal aufgebraucht sind, regeneriert sich der Fahrer auch auf Abfahrten fast gar nicht mehr. Während des Rennens kann es so schon mal wirklich spannend werden, wenn ihr einen Fahrer in der Ausreißergruppe habt und es gilt, den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten.

Grafik und Sound
Die Grafik kann ganz und gar nicht begeistern. Die Hintergründe bestehen oft nur aus ein paar farbigen Flächen und die Wälder sehen auch eher blass und grob aus. Einzig und allein die Animationen der Fahrer und die Städte sind recht gelungen. Die Zuschauer wirken auch nicht so authentisch, zumal die typischen engen Gassen von Zuschauern bei Bergankünften fehlen. Die Musik bietet eine Hand voll Lieder, die man aber mit seiner eigenen Mp3-Sammlung bereichern kann. Über den Kommentar wurden ja schone einige Sätze verloren. Hinzuzufügen wäre, dass der Kommentar manchmal ganz und gar nicht zum eigentlichen Spielgeschehen passt.

Fazit
Radsport Manager ist leider nur mangels Alternativen den Radsportfans zum empfehlen. Echtes Tourfeeling kommt zwar nur selten auf, dafür sind die Rennen durchweg spannend und es macht durchaus Spaß, den Fahrern beim Radeln zuzugucken. Der Managerpart ist nicht so ausgeprägt wie bei anderen Spielen, aber das Augenmerk wird sowieso auf die Rennen gelegt. Die Grafik und der Sound wissen nicht so recht zu überzeugen, zumal die Hintergrundinformationen zu einzelnen Etappen oder berühmten Fahrern fehlen.


Andreas Kunert - 17.09.2004



Gesamtübersicht: Radsport Manager 2004/2005

Unsere Bewertung:

Langzeitmotivation:
74%
Sound:
61%
Grafik:
46%
Singleplayer:
74%
Multiplayer:
71%
Informationen zum Spiel:

Hersteller:

Publisher:

1.1 GB
CD/HD:

Deutsch
Sprache:

Sportmanager
Genre: