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Ankh


Seit jeher schon rätseln wir, was genau unsere Charlotte Messerschmidt eigentlich studiert hat. Nach dem äußerst fachkundigen Ankh-Review zu urteilen, müsste das wohl Ägyptologie gewesen sein. Kein Wunder also, dass sie sich voller Insbrunst auf das unterhaltsame Adventure gestürzt hat. Was genau es aus dem Reich der Pharaonen und der Königin mit der süßesten Nase zu berichten gibt, erfahrt ihr hier.

Todesflüche und Cocktails
Wer kennt das nicht? Da plant man eine heimliche Party mit Freunden, von der die Eltern nix wissen dürfen, und dann läuft alles total schief und die Strafe ist zwar hart, aber eben doch gerecht. Doch während wir vielleicht Hausarrest bekamen oder zwei Wochen lang den Abwasch machen mussten, hat der Held aus Ankh – Assil mit Namen – noch ein ganz anderes Problem. Während er nämlich mit einem gestohlenen Schlüssel eine Grabkammer öffnet, um dort mit Freunden eine Party zu feiern, weckt er dummerweise eine frisch einbalsamierte Mumie. Die ist stocksauer und belegt Assil mit einem Todesfluch, der sich im Verlauf des Spiels auch sichtbar auf Assils Körper niederschlägt. Doch auch die Mumie hat keinen guten Tag, denn während sie ihren Fluch murmelt, rutscht ihr ein wichtiges und wertvolles Artefakt von der Schulter und geht auf Assil über. Das Ankh. Das will nicht nur der Pharao, das will auch der Totengott Osiris und natürlich haben auch zwielichtige Gestalten ein Interesse daran.
Zuhause gibt es erst mal Ärger wegen des gestohlenen Schlüssels, doch Assil findet natürlich einen Weg, dem aufgebrummten Hausarrest zu entkommen. Wie nützlich es allerdings ist, dabei zwei frisch diplomierten und daher hoch motivieren Meuchelmördern vor die Füße zu fallen, müsst Ihr selber herausfinden. Es eilt auf jeden Fall sehr, denn nur der Pharao kann Euch von dem Fluch befreien und bei dem klopft man eben nicht einfach an der Haustür.
Mit diesen aufregenden Ereignissen startet Ankh und nimmt Euch mit auf eine kurzweilige Reise durchs alte Kairo und die Umgebung. Euren Weg kreuzen dabei allerlei skurrile Gestalten, die Euch fröhlich-winkend mit "Halllo Verfluchter" begrüßen, Euch aber auch zerstückeln wollen. Ferner stoßt ihr auf Flaschengeister in Rente, Revolutionäre, die gemäß der Bibel endlich aus Ägypten auswandern wollen, betrunkene Kamelführer, vergessene Mumien und Sklavenhalter, die sich mit ihrem Sklaven - der übrigens der Sohn von Ben Hur ist - über das letzte Fußballspiel unterhalten. Es gibt den Bananenboykott und "Kairos Sonne", ein Cocktail, der dummerweise Bananen als Grundlage hat, eine Kamelwaschanlage und ausgesprochen dumme Krokodile.
Natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz. Dank Eurer Cleverness habt Ihr bald eine ziemlich knapp bekleidete, glutäugige Dame an Eurer Seite. Thara, so heißt die zunächst zickige Schöne, hilft Euch und das ist gut so, denn es gibt Situationen im Spiel, die Ihr ausschließlich zu zweit bewältigen könnt.
Bis Ihr allerdings zu der im Trailer vorgestellten Situation kommt, kopfüber an einer moddrigen Mumienbandage aus dem Nasenloch einer Sphinx zu hängen, unter Euch ein Nagelbett und ein resistenter Verkäufer, vergeht einige Zeit.

Zeit ist ein gutes Stichwort. Ankh ist ein sehr kurzweiliges Point & Click-Adventure, doch leider auch ein sehr kurzes Spiel. Bereits nach fünf, sechs Stunden seid Ihr am Ende angekommen. Immerhin sind es Stunden, in denen Ihr angenehm unterhalten werdet.
Ankh ist leicht verständlich und übersichtlich, die Steuerung intuitiv. Das Spiel ist linear und sehr einfach, bezogen auf Bedienung und die Rätseltiefe. Zur Steigerung des Schwierigkeitsgrades wurden einige teilweise sehr abenteuerliche Itemkombinationen implementiert. Angenehm ist, daß Ihr nichts grundlegend falsch machen könnt, in einer Sackgasse stecken bleibt oder sonstwie von Eurem bisherigen Spielverlauf am Weiterzocken gehindert werdet. Items sind da, wenn man sie benötigt und es ist nicht erforderlich, alle Situationen und Personen im Kopf zu behalten, um etwa eine Stunde später dort noch etwas zu holen oder zu erfragen. Das gesamte Spiel kann man getrost als sehr
kinderfreundlich einstufen. Nicht nur die simple Bedienung spricht dafür, es fließt auch kein Blut, selbst der erzürnte Totengott ist für einen Erwachsenen in etwa so gruselig wie eine erleuchtete Hausecke am Abend. Doch tut das dem Spiel keinen Abbruch, der Spielspaß überwiegt und die Geschichte bleibt dennoch interessant.
Die Wege im Spiel sind kurz, mit einem Doppelklick verfällt Assil in den Dauerlauf und etwaige Ladezeiten sind nicht weiter störend. Die Kamera hat eine feste Perpektive mit vereinzelten Scrollings. Entweder schaut Ihr auf Euch herunter oder seht Euch von der Seite, je nach Situation.
Situationsbedingt ist auch der mögliche Wechsel von Assil auf Thara und umgekehrt. Nur durch das Zusammenspiel beider Figuren kommt Ihr weiter, doch ist das nur an wenigen Stellen nötig.

Wie sieht's denn hier aus?
Der liebevoll modern gezeichnete Comicstil von Ankh ist bunt, doch nicht überladen. Die warme und ausgewogene Grafik paßt gut zur ägyptischen Atmosphäre. Die Bewegungen der Figuren sind flüssig und die Animationen der Gesichter lassen Gefühlsregungen gut erkennen.
Der Sound ist nett gemacht und untermalt die einzelnen Situationen recht gut. Insbesondere die Synchronisation ist gelungen. Die Stimmen der teilweise sehr bekannten Synchronsprecher sind fein ausgewählt. So hören wir als Assil die deutsche Stimme von Ben Stiller, Thara wird von der Synchronsprecherin von Renée Zellweger gesprochen und auch John Cleese ist mit dabei und gerade dessen deutsche Stimme für die Palastwache gefiel gut. Die Dialoge sind witzig und Assil scheut sich nicht, gleich zu Beginn des Spiels erst einmal grundlegende Dinge zu klären, etwa ob er alberne Rätsel lösen muss.
Die Hardwareanforderungen sind typisch für ein solches Point& Click und stellen also für die meisten Rechner keine Herausforderung dar.

Lohnt sich das?
Ankh macht richtig Spaß. Leider nur kurz. Adventurefans werden dennoch ihre Freude daran haben, denn der Titel ist ein ordentlich gemachtes Adventure mit einer spannenden Geschichte und viel Humor. Die Spieldauer macht es zudem perfekt für einen entspannten Abend, an dem sonst nichts anliegt. Also zulegen und Spaß haben. Die Stelle mit dem Sphinx-Nasenloch ist es fast allein wert...


Charlotte Messerschmidt - 28.02.2006



Gesamtübersicht: Ankh

Unsere Bewertung:

Langzeitmotivation:
87%
Sound:
90%
Grafik:
85%
Singleplayer:
87%
Informationen zum Spiel:

Hersteller:

Publisher:

1.5GHz CPU, 256MB RAM, 64MB D3D T&L
System:

800 MB
CD/HD:

ca. 35 Euro
Preis:

Deutsch
Sprache:

Adventure
Genre: