HOME | IMPRESSUM | KONTAKT
Spieleflut.de
Anzeige

Anzeige



Jetzt Vorbestellen

Spieleflut.de sucht dich!


World in Conflict


Aus Schweden kommt nicht nur IKEA oder Kulinarisches wie Köttbullar, sondern auch gute Strategiespiele. Die Jungs von Massive Entertainment versuchen mit World in Conflict nach der Strategiekrone zu greifen. Dabei kommt das Spiel ganz ohne Basisbau und nur mit taktischer Tiefe aus. Warum das so viel Spaß macht, erfahrt ihr im folgenden großen Test zu Word in Conflict.

Story
Die Story wirkt auf den ersten Blick so, als wäre sie schon einmal da gewesen. Den Russen ist mal wieder etwas langweilig, und so meinen sie im Jahre 1989, in die USA einmarschieren zu müssen. Auf den zweiten Blick merken wir allerdings recht schnell, dass sich die Entwickler richtig viel Mühe gegeben haben und uns eineuns eine Handlung liefern, die mit Ideenreichtum und Atmosphäre glänzt.
Wie erwähnt fallen die Russen in Amerika ein. Verborgen in Frachtschiffen laufen diese in den Hafen von Seattle ein. Wir schlüpfen in die Rolle des Lieutenant Parker, den der Zufall in den Konflikt gespült hat. Nachdem die Amerikaner aus Seattle vertrieben und sich neu formiert haben, beginnt der Rachefeldzug, sowohl in den USA als auch in Europa. Die Story wird in Zwischensequenzen, die in Spielegrafik ablaufen, weitererzählt, wobei eine richtige Gänsehautatmosphäre aufkommt. In keinem anderen Strategiespiel ist uns die Handlung so spektakulär erzählt worden wie in World in Conflict.

Missionsdesign
Insgesamt gibt es in World in Conflict 14 Missionen. Diese bieten jedoch jeweils mehrere Missionsziele auf. Dabei wird zwischen primären sowie sekundären Missionszielen unterschieden. Die Sekundärziele sind kein Muss, um eine Mission erfolgreich abzuschließen, aber man wird durch diese mit Ehrenmedaillen belohnt.
Wir erzählen euch an dem Beispiel der zweiten Mission, wie diese ablaufen: Nachdem wir aus Seattle vertrieben worden sind, fliehen wir ins Landesinnere. Auf unserem Rückzug wollen wir die letzte verbliebene Brücke, die nach Seattle führt, zerstören, um die Russen in ihrem Vormarsch zu verlangsamen. Damit wir diese allerdings sprengen können, müssen wir einige Zivilisten evakuieren. Unter diesen befindet sich die Familie eines Soldaten. Nachdem wir diese evakuiert haben, müssen wir mit Hilfe von Panzerführer Captain Bannon die Russen aufhalten, sodass diese nicht über die Brücke kommen. Als wir mehrere Russen ausgeschaltet haben, erhalten wir den Befehl, uns über die Brücke zurückzuziehen und Captain Bannon mit Artillerieschlägen zu unterstützen. Da bekommen wir doch mal glatt ein neues
Missionsziel! Wir wollen schließlich keine wertvollen Rohstoffe den Russen überlassen. Also schalten wir mit Hilfe der Artillerie taktische Ziele wie Tankstellen aus. Nachdem die Russen erfolgreich zurückgedrängt wurden und sich Bannon in Sicherheit gebracht hat, wird die Brücke gesprengt, und wir haben die Mission erfolgreich abgeschlossen.
Viel Zeit zum Durchatmen hat man nicht. Teilweise ist es sogar recht stressig, da man ständig etwas zu tun hat um einen herum andauernd irgendetwas passiert. Bei den Missionen sind wir nicht allein auf den Schlachtfeldern. Überall kämpfen von der KI gesteuerte Soldaten auf unserer und der gegnerischen Seite. Im Hintergrund sieht man überall Bomben einschlagen und Flakspuren, die durch den Himmel zucken.

Bedienung
Das Menü im Spiel wirkt aufgeräumt und durchdacht. Hierbei hat sich Massive viel Mühe gegeben, um die Spieler nicht mit sinnlosen Spielereien zu erschlagen. Die Bedienung läuft ebenfalls sehr simpel ab und sollte auch Einsteiger nicht überfordern. Mit der Maus bewegt man seine Einheiten über die Karte, und mit den Tasten W-A-S-D bewegt man die Kamera über die Karte. Kommt man mit der Maus an den Rand des Bildschirmes, dann fängt sich die Kamera in die Richtung an zu drehen, wo man gerne hinsehen möchte. Teilweise kann hierbei die Übersicht verloren gehen, wenn man sich zu hastig mit der Kamera bewegt.

Rollenspiel
Basisbau gibt es in World in Conflict nicht. Dafür gibt es insgesamt vier Klassen, in die der Spieler schlüpfen kann. Zum einen hat man die Möglichkeit, dem Infanteriesquad beizutreten. Zum Infanteriesquad gehört das Fußvolk einer Armee wie Soldaten, Anti-Tank-Einheiten, Scharfschützen und Sprengpioniere. Des Weiteren kann man auf Truppentransporter und Transport-LKWs zurückgreifen. Infanterieeinheiten können zwar nicht allzu viel einstecken, aber man kann sich mit diesen in Wäldern sowie Häusern verschanzen, um feindlichen Panzern aufzulauern. Entscheidet man sich, in die Rolle eines Panzerkommandeurs zu schlüpfen, hat man Zugriff auf gepanzerte Fahrzeuge mit großer Feuerkraft. Hierzu gehören leichte bis schwere Panzer sowie Amphibienfahrzeuge, um einen Überraschungsangriff übers Wasser zu starten zu können. Spieler, die es mit dem direkten Kontakt nicht so haben, dürfen die Unterstützerklasse wählen. Mit dieser kann man aus dem Hinterhalt mit Artillerie auf die Feinde schießen. Kommt mal eine Lufteinheit zu nahe, können die Unterstützer sich mit Flak
gegen diese zur Wehr setzen. Man kann allerdings auch die Front mit Reperatureinheiten versorgen. Ist ein Fahrzeug stark beschädigt, muss sich dieses nur in der Nähe einer Reperatureinheit befinden, um automatisch wieder instand gesetzt zu werden. Zu guter Letzt wäre da noch der Angriff aus der Luft. Um eines Vorweg zu nehmen: Es gibt keine Jets, sondern nur Helikopter, davon jedoch immerhin drei verschiedene Arten: Kampf-, Transport- und Kundschafterhelikopter.
Die Klassen selbst spielen sich vollkommen unterschiedlich, wobei die Balance hierbei nicht auf der Strecke bleibt. Keine der Klassen kann sich als die „Überklasse“ bezeichnen. Jede hat ihre eigenen taktischen Tricks, um den Gegner auszuschalten.

Taktische Hilfen
Durch das Töten von Gegnern und das Einnehmen von wichtigen Punkten sammelt man so genannte „Taktische-Hilfe-Punkte“. Diese kann man dann für taktische Hilfen eintauschen. Hierzu gehören „Nicht zerstörende Hilfen“, „Gezielte Schläge“ sowie „Unterschiedslose Schläge“. Bei nicht zerstörenden Hilfen kann man sich Unterstützungen wie Aufklärungen, diverse Absetzeinheiten und Behelfsbrücken, um beispielsweise über Flüsse zu kommen, anfordern. Die gezielten Schläge richten speziellen Schaden an. Beispielsweise einen Tränengasangriff, der die Infanterie ausschaltet, aber bei Fahrzeugen kaum eine Wirkung hinterlässt. Zu den unterschiedslosen Schlägen gehören Angriffe, die gegen jegliche Art von Einheiten Schaden anrichten. Beispiele sind Artillerieschläge und Atombomben (In der Ab-16-Version auch BFB-Bombe genannt, Doom lässt grüßen).
Die taktischen Hilfen sollte man mit Bedacht auswählen. Diese können eine Schlacht entscheiden, sind aber keine übermächtigen Waffen.

Spiel mit mir
Im Mehrspielermodus gibt es insgesamt drei Spielmodi. Im Modus Vorherrschaft kämpfen zwei Teams um dieselbe auf der Karte. Hierbei muss man möglichst viele Kommandoposten einnehmen. Es gewinnt das Team, welches zuerst alle Posten eingenommen hat, oder jenes, das am Ende der Spielzeit die meisten Posten inne hat. Beim Angriffmodus muss ein Team die Kommandoposten verteidigen und das angreifende Team diese in einer gewissen Reihenfolge einnehmen. Die Seiten werden nach einer gewissen Zeit, oder sobald das angreifende Team alle Punkte eingenommen hat, gewechselt. Dann gibt es noch das Tauziehen. Hierbei bildet ein langer Kommandoposten die Frontlinie. Wer nach Fristablauf den größten Anteil des Gebiets beherrscht oder die Feinde hinwegfegt, ist der Sieger.
Ähnlich wie bei Ego-Shootern kann man einer laufenden Partie beitreten. Bereits in Battlefield kamen so genannte Ranked Server in Mode. Bei World in Conflict gibt es diese ebenfalls. Hier werden allerhand Daten von euch gesammelt und in einer schönen Übersicht ausgewertet. Diese Daten kann dann jeder Spieler einsehen. Des Weiteren sammelt man durch das Töten von Gegnern und Siege in Schlachten Punkte. Hat man eine gewisse Anzahl von Punkten erreicht, steigt man im Rang auf. Zudem kann man auf den Schlachtfeldern diverse Medaillen für besondere Leistungen sammeln. Auch diese Informationen werden in der Spielerdatenbank gespeichert.

Technik
World in Conflict ist eine wahre Grafikpracht. Zoomt man nahe ins Spielgeschehen hinein, meint man fast, einen Ego-Shooter zu spielen, nicht jedoch ein Strategiespiel. Obwohl das Spiel so fantastisch aussieht, benötig man keinen Protzrechner, um flüssig spielen zu können. Auch auf mittleren Details sieht das Spiel sehr gut aus. World in Conflict greift zudem auf eine sehr realistische Physikengine zurück. Alles lässt sich im Spiel zerstören, und dabei fallen die Häuser, Bäume und dergleichen physikalisch korrekt in sich zusammen. Gras wiegt sich mit dem Wind und Rauch verweht ebenfalls, wie die Naturgesetze es verlangen. Ebenfalls gut gelungen ist die schicke Soundumgebung. Moderner 3D-Sound sorgt dafür, dass man das Gefühl hat, inmitten der Schlacht zu stehen.

Fazit
Wahnsinn! Anders lässt sich dieses Spiel nicht beschreiben. So eine geniale Atmosphäre ist mir bis jetzt in keinem anderen Strategiespiel untergekommen. Auch die Grafikpracht und die Soundkulisse sind ein Fest für die Sinne. Einziger Wermutstropfen ist die teilweise fehlende Übersicht und der etwas stressige Spielablauf. Sieht man über diese Kleinigkeiten hinweg, hat man ein mehr als gutes Strategiespiel vor sich.


Alexander Hartmann - 04.10.2007



Gesamtübersicht: World in Conflict

Unsere Bewertung:

Langzeitmotivation:
93%
Sound:
90%
Grafik:
96%
Singleplayer:
93%
Informationen zum Spiel:

Hersteller:

Publisher:

CPU: 2 Ghz; Ram: 1GB; Grafik: G-Force 6600 oder ähnliche
System:

8 GB
CD/HD:

ca 45 Euro
Preis:

Deutsch
Sprache: