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Nascar Racing 2003 (PC)


Das Review zu Nascar Racing 2002 war einer der ersten Artikel, den Chefredakteur Nico veröffentlichen "durfte". Jetzt publiziert er Christoph Rathgebs Test zum Nachfolger - Nascar Racing 2003. Göttliche Vorsehung? Reiner Zufall? Der Lauf der Zeit?

Bestimmt hat jeder von euch schon mal den Begriff Nascar Racing gehört. Zwar kennt jeder den Begriff, die meisten stellen sich darunter aber etwas ganz falsches vor. Genau so ging es mir. Als ich den Zuschlag für Nascar Racing 2003 Season erhielt, erwartete ich eine Renn-Simulation die anderen Games desgleichen Genres nicht mithalten kann. Ein Spiel das keine Herausforderung für den Spieler ist und nach einer Woche in der Kiste für den Flohmarkt landet. Diese Befürchtungen haben sich glücklicherweise nicht bestätigt.

Nascar Racing 2003 Season ist ein ziemlich ausgefeiltes Racing-Game, das nicht nur für Leute gemacht ist, die sich bereits mit dem Thema Nascar auskennen. Das Rennsystem des Spiels kommt dem der Formel eins sehr nahe. Die einzelnen Rennen sind in vier verschiedene Phasen aufgeteilt. In die Practise-, die Qualifikations-, die Happy-Hour- und die Racingphase. In der Practisephase könnt ihr, wie der Name schon sagt, eine gewisse Zeit lang die aktuelle Rennstrecke testen. Dies ist vorteilhaft um sich mit der Strecke bekannt zu machen und ihre Eigenheiten heraus zu finden. Während der Qualifikationsphase habt ihr einige Minuten die Möglichkeit „schnelle Runden“ zu fahren, um einen guten Startplatz für das eigentliche Rennen zu bekommen. Das besondere an der Qualifikation in Nascar Racing 2003 Season ist das ihr nur zwei „schnelle Runden“ fahren dürft. Die Happy-Hour-Phase ist im Grunde das gleiche wie die Practisephase. Sie ist dazu da euer Auto noch einmal auf Herz und Nieren zu prüfen, damit Änderungen vorgenommen werden können und um noch einmal die Strecke zu testen. In der vierten und letzten Phase fährt man das eigentliche Rennen. Jedes Rennen beginnt mit einem fliegenden Start hinter einem Pacecar. Das Pacecar ist so etwas wie das Safetycar in der
Formel 1. Bei jedem Start fährt das Pacecar vor allen anderen Wagen. Irgendwann fährt es dann in die Boxengasse. Sobald es dort angekommen ist wird die grüne Flagge geschwenkt und das Rennen beginnt. Jedes Rennen schließt, wie bei Autorennen üblich, mit dem schwenken der schwarz-weiß-karierten Flagge.
Im Hauptmenü des Spiels könnt ihr zwischen mehreren Spielarten und mehreren Optionen auswählen. Bei den Spielarten müsst ihr euch entscheiden, ob ihr eine Rennstrecke testen, ein einzelnes Rennen beginnen, eine Meisterschaft starten oder ein Mehrspieler-Game spielen wollt. Bei den Optionen gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten. Ihr müsst euch entscheiden, ob ihr die Einführung in das Thema Nascar, die Player Info, den Opponent Manager, die eigentlichen Optionen oder das Replay Studio ansehen wollt. Die Einführung ist für alle Neulinge im Nascarzirkus sehr interessant, dazu aber später mehr. Bei den Player Infos könnt ihr den Fahrernamen, Teamnamen etc. ändern. Der Opponent Manager lässt den Spieler seine Gegner nach Belieben erschaffen. In den normalen Optionen lassen sich Steuerung, Graphik- und Soundeinstellungen etc. einstellen. Und im Replay Studio könnt ihr Aufnahmen von gespeicherten Rennen etc. ansehen und bearbeiten.

Simulation oder Fake?
Nascar Racing 2003 Season ist eine sehr realitätsnahe Simulation. Es wurden nicht nur alle Teams und Fahrer der diesjährigen, originalen Nascar-Serie übernommen. Sondern auch alle offiziellen Strecken der Saison 2003. Im Spiel werden außerdem Effekte, wie der Windschatten, beachtet. Man merkt einen deutlichen Anstieg der Geschwindigkeit, wenn man im Windschatten eines anderen Wagens fährt. Sehr interessant und gut gemacht sind auch einige besonderen extra Menüs. Man kann zum Beispiel sein Auto selber tunen, zum positiven und zum negativen. Ihr könnt sogar durch Klebeband euren Motor leistungsfähiger machen. In einem Rennen könnt ihr jederzeit Tankfülle, Schadensbericht, Reifentemperatur und andere Sachen abfragen. Mittels Sprechfunk ist es euch auch möglich eurer Boxencrew zu sagen, wann ihr euren nächsten Stop macht, was repariert werden soll und was nicht. Das Wetter spielt auch eine wichtige Rolle im Spiel. Handling und Motorleistung verändern sich merklich mit dem Wetter. Während des Fahrens wird auch der Dreck auf der Windschutzscheibe immer mehr, was das Fahrfeeling sehr realistisch macht.

Gutes und Schlechtes
Für Leute die sich noch nicht mit der Nascarserie auskennen bietet das Spiel eine zehnteilige Einführung. Sie ist in Form von Filmen gemacht und zeigt Fahrtechniken, Regeln und verschiedene, nützliche Tipps. Außerdem gibt es beim Fahren eines Rennen einen so genannten Speaker. Dieser ist jederzeit über Funk mit dem Fahrer verbunden und sagt zum Beispiel ob die Ausfahrt der Boxengasse frei ist. Der Speaker ist ein nützlicher Zusatz, ersetzt aber nicht den Blick in den Rückspiegel. Mit Hilfe des Opponent Managers kann sich der Spieler seine eigenen Gegner erschaffen. Im Opponent Manager kann man auch die Lackiererei besuchen. Hier könnt ihr euch ein eigenes Auto designen. Wenn ihr auf euer Auto neue Logos machen wollt, die ihr beispielsweise im Internet runtergeladen habt, könnt ihr diese in das Spiel kopieren und dort verwenden. Die Videofunktionen im Spiel sind gut durchdacht. Mit ihnen können Rennen aus verschiedenen Perspektiven beobachtet, gespeichert und ausgewertet werden. Zu guter letzt wäre da noch der Mehrspielermodus. In diesem kann man gegen bis zu 42 Gegner aus aller Welt spielen. Das garantiert spannende Rennen und spektakuläre Unfälle.
Allerdings gibt es auch einen negativen Punkt. Zwar sind alle Strecken der originalen Saison 2003 enthalten, jedoch sind sich die meisten davon ziemlich ähnlich und nicht sehr interessant. Dies kommt daher, dass der größte Teil von ihnen eine ovale Form und nur Linkskurven hat. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie den Infineon Raceway. Das ist eine Rennstrecke die normalen Formel 1 Pisten ähnelt.

Grafik und Sound
Die Grafik von Nascar Racing 2003 Season ist hauptsächlich gut. Bei den Autos und den Rennstrecken wurde sehr auf Details geachtet. Beim Folgen eines anderen Wagens sieht man durch die Heckscheibe den Helm des Fahrers und seine Bewegungen. Fährt man in der Innen-Auto-Sicht, kann man seinen Kopf nach links und rechts schwenken, um aus den Seitenfenstern zu blicken. Ein weiterer positiver Punkt der Grafik ist der Rauch, bei Unfällen. Dieser ist je nach Stärke des Unfalls oder Drehers unterschiedlich dicht. Wolken und andere Wettereffekte sind ebenfalls sehr aufwendig gemacht. Negativ hingegen ist, dass das Innere der Arenen meistens leer, oder sehr simpel gestaltet ist.
Der Sound ist meist gut gewählt. Die Musik im Menü ist feurig und erweckt sofort das Verlangen mit 200 Sachen über die Piste zu rasen. Der Motorensound ist ebenfalls gut, da er sich mit den Veränderungen die man am Motor vornimmt verändert. Außerdem klingt er ziemlich realistisch.

Fazit
Nascar Racing 2003 Season ist eine gute Renn-Simulation, die mit einigen guten, neuen Ideen glänzen kann. Das Thema des Spiels ist vielleicht nicht so bekannt, wird aber im Spiel dafür sehr genau erläutert. Mit dem Lackier-Editor sind auch der Kreativität Freiräume gelassen. Besonders gelungen ist die Garage. Sie ist nicht so oberflächlich, wie die in anderen Rennspielen, sondern bietet dem Spieler viele Möglichkeiten sein Auto schneller und besser zu machen. Die große Anzahl an Strecken macht das Spiel auch für längere Zeit interessant. Jedoch mit einem
Strecken-Editor wäre es noch interessanter und vor allen Dingen abwechslungsreicher. Die Grafik und der Sound machen aus Nascar Racing 2003 Season schließlich ein Racing-Game, das zu den besten Spielen, dieses Genres, gehört.


Christoph Rathgeb - 02.04.2003



Gesamtübersicht: Nascar Racing 2003 (PC)

Unsere Bewertung:

Langzeitmotivation:
80%
Sound:
75%
Grafik:
79%
Singleplayer:
86%
Multiplayer:
80%
Informationen zum Spiel:

Hersteller:

Publisher:

Englisch
Sprache:

Renn-Simulation
Genre: